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Photovoltaik Barometer 2025: wertvolle Informationen für die Energiewende
01.04.2025 Der erstmals publizierte Photovoltaik Barometer 2025 zeigt die wichtigsten Trends der Photovoltaikbranche: Höhere Wirkungsgrade, grössere Module und optimierte Temperaturkoeffizienten treiben die Entwicklung voran. Gleichzeitig sinken die Marktanteile europäischer Wechselrichterhersteller deutlich. Der Report ist eine gemeinsame Publikation des Labors für Photovoltaiksysteme der BFH und der Eturnity AG.
Das Wichtigste in Kürze
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Die BFH und Eturnity publizieren erstmals den Photovoltaik Barometer, der wichtige Trends der Photovoltaikbranche aufzeigt.
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Der Report zeigt, dass das Potenzial für PV-Anlagen in der Schweiz durch gesteigerte Wirkungsgrade 65 GW und nicht, wie bisher angenommen, 50GW beträgt.
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Der Report bietet eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage für Branche und Politik und treibt so die Energiewende voran.
Wirkungsgrad der PV-Module um fünf Prozent gestiegen
Im Jahr 2024 wurden in der Schweiz rund 1,8 Gigawatt Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ans Stromnetz angeschlossen. Doch nicht nur die installierte Leistung wuchs rasant, auch die Technologie hat sich weiterentwickelt. Bisher wurde das PV-Potenzial der Schweiz auf 50 GW geschätzt. Christof Bucher, Leiter des Labors für Photovoltaiksysteme an der Berner Fachhochschule, stellt klar: «Das Potenzial für PV-Anlagen in der Schweiz beträgt nicht 50 GW, sondern 65 GW. Der PV-Barometer zeigt warum: Die Wirkungsgrade der PV-Module sind seit der Potenzialberechnung von 17 % auf 22 % gestiegen. Auf den gleichen Dachflächen kann somit 30 % mehr PV-Leistung installiert werden.» Diese Effizienzsteigerung beschleunigt die Energiewende.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
- Der durchschnittliche Leistungsgrad eines Moduls hat sich von 17% vor 10 Jahren auf 22% gesteigert.
- Diese Leistungssteigerung ist zu rund 30% auf höhere Modulwirkungsgrade und zu rund 20% auf grössere Module zurückzuführen.
- In mehr als der Hälfte der Fälle werden Batteriespeicher miteingeplant.
- Die Datengrundlage zeigt eine Abnahme der Marktanteile von europäischen Wechselrichterherstellern von mehr als 80% im Jahr 2020 auf deutlich unter 40% im Jahr 2024.
«Der PV-Barometer zeigt: Das Potenzial für PV-Anlagen in der Schweiz beträgt nicht 50 GW, sondern 65 GW.»
Trends und technische Daten aus der Solarbranche
Der Report zeigt auf, wie sich die technischen Eigenschaften von PV-Modulen und Wechselrichtern in den Jahren 2017 bis 2024 verändert haben. Darüber hinaus wird auch die Entwicklung von System- und Marktdaten wie Marktanteile von Herstellern oder die Anzahl installierter Batteriespeicher analysiert. Er bietet einen präzisen Überblick über die Entwicklung der PV-Branche und ermöglicht fundierte Einblicke in neue Trends, technische Fortschritte und Marktveränderungen. «Mit dem PV-Barometer möchten wir eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Entwicklung der Photovoltaik bieten. Dieses Werkzeug soll einen Beitrag leisten zu einer frühzeitigen Identifizierung von Markt- und Technologietrends für Entscheidungsträger aus der Branche und Politik» erläutert Matthias Wiget, Geschäftsführer der Eturnity AG, welche die Daten für den Report geliefert hat.
«Mit dem PV-Barometer möchten wir eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Entwicklung der Photovoltaik bieten.»
Die Daten entstammen einer anonymisierten und mengengewichtet konsolidierten Datenbank von Eturnity und wurden gemeinsam mit dem Labor für Photovoltaiksysteme der Berner Fachhochschule aufbereitet. Der Report wird unterstützt durch das Bundesamt für Energie.