- Veranstaltungsreihe
- Soziale Arbeit
Soziale Innovation am Mittag Frühwarnsystem NGOs? Die sozialpolitische Relevanz der Daten von Caritas.
Für grosse NGOs im sozialen Sektor ist ein solides Datenmanagement heutzutage unverzichtbar. Es hilft ihnen sozialpolitischen Handlungsbedarf zu benennen und trägt zum Verständnis von Armutsdynamiken bei.
14.05.2025, 12.15–13.15 Uhr – Hallerstrasse 8, 3012 Bern, Raum siehe Monitor beim Eingang / oder online
In Zeiten sich überlagernder Krisen kommt Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine wachsende Bedeutung zu. Sie leisten zielgerichtete und niederschwellige Unterstützung für armutsbetroffene Menschen – z.B. während der Covid-Pandemie und dem Ukraine-Krieg oder bei steigenden Lebenshaltungskosten.
Lässt sich aus diesen Aktivitäten eine evidenzbasierte Interessenvertretung zur Armutsbekämpfung ableiten? In einem Forschungsprojekt mit der Caritas haben wir ein datengestütztes Dashboard entwickelt, das als Frühwarnsystems die Veränderungen an der Armutsgrenze aufzeigt.
Dafür untersuchen wir die tägliche Arbeit und die vorhandenen Datenbestände von Caritas Schweiz. Expert*innen-Interviews liefern praxisnahe Einblicke in die Advocacy-Arbeit von NGOs. Sie beleuchten die Rolle von NGOs im System der sozialen Sicherheit und zeigen auf, welche Bedeutung Daten in der täglichen Arbeit einnehmen. Ergänzend analysieren wir standardisierte Falldaten aus der Sozialberatung und dem Caritas-Markt, um Nutzungsmuster, Zielgruppen und Armutsdynamiken sichtbar zu machen.
Unsere Forschung zeigt, wie intelligentes Datenhandling die Arbeit von NGOs unterstützen kann und welche Potenziale sich daraus für die Armutsbekämpfung in der Schweiz ergeben.
Steckbrief
-
Startdatum
14.05.2025, 12.15–13.15 Uhr
In Kalender eintragen - Ort Hallerstrasse 8, 3012 Bern, Raum siehe Monitor beim Eingang / oder online
- Anmeldefrist Vor Ort: 07.05.2025 / Online: 14.05.2025
- Kosten Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. Vor Ort wird ein kleiner Lunch offeriert.
Inhalt und Aufbau
An der Veranstaltung werden die Erkenntnisse aus dem Projekt vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.
- Welche Rolle übernehmen NGOs wie Caritas im Schweizer System der Sozialen Sicherheit?
- Welche Relevanz haben Daten von NGOs für das Verständnis von Armutsdynamiken und sozialer Ungleichheit?
- Wie können komplexe Falldaten aus der Sozialen Arbeit verständlich visualisiert werden?
- Wie kann aus dem dokumentierten Engagement von NGOs ein evidenzbasierter Handlungsbedarf abgeleitet werden?
- Welche Voraussetzungen müssen Organisationen erfüllen, damit ihre Daten zu robusten Statistiken und gesicherten Erkenntnisse führen?
- Welche konkrete Empfehlungen zum Umgang mit Digitalisierung und Daten gibt es für den Bereich der Sozialen Arbeit?
Zielpublikum
- Sozialarbeitende, die mit digitalen Tools arbeiten
- Personen mit Interesse an der Digitalisierung der Sozialen Arbeit – z.B. Fallführungssoftware und Datenmanagement
- Mitarbeitende und Studierende der BFH
Partner
Soziale Innovation am Mittag
Der Forschungsaustausch des Departements Soziale Arbeit ermöglicht Fachpersonen, Mitarbeitenden, Studierenden und weiteren Interessierten einen Einblick in die Forschungstätigkeit der BFH. In kurzen Inputreferaten werden aktuelle Projekte und Ergebnisse präsentiert und mit dem Publikum diskutiert. Der Anlass bietet zudem Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.
Vergangene Termine aus dieser Reihe:
- 14. Februar 2023
Wohnen mit Vielfalt - Förderung selbständigen Wohnens für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung - 5. Mai 2023
Geflüchtete Ukrainer*innen aus der Schweiz - Ergebnisse einer repräsentativen Befragung - 24. August 2023
SORA - eine Sozialpädagogische Institution auf dem Platz Bern geht grosse Schritte Richtung Neues Lohnmodell - 23. November 2023
Empowerment und Verlernraum von Rassismus - eine Bildungsinstitution macht sich auf den Weg - 22. Februar 2024
Wohnen statt Unterbringung - Chancen und Herausforderungen der privaten Unterbringung von geflüchteten Menschen mit Schutzstatus S - 27. August 2024
Mentoringprogramm des Kantons Bern für Arbeitslose 50+